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experimenta-Sternwarte wissenschaftlich anerkannt

Asteroid

Die Internationale Astronomische Union hat die Sternwarte auf dem Dach der experimenta für wissenschaftliche Messungen qualifiziert. Somit trägt die Beobachtungsstation nun den international gültigen und offiziellen Sternwarten-Code G22.

Dieser bescheinigt, dass sie wissenschaftlich valide und glaubhafte Daten in ausreichender Genauigkeit produzieren kann, um beispielsweise Asteroiden, Kometen oder andere Himmelskörper zu vermessen und zu melden.

David Mülheims, Astrophysiker an der experimenta Sternwarte, hat dafür zusammen mit Annika Haußmann eine Asteroiden-Vermessung durchgeführt. Anstelle eines BOGY-Praktikums hat die 15-jährige per Telefonkonferenz bei der Datenauswertung geholfen. Damit konnte das Projekt trotz Kontaktverbot realisiert werden. Mit einer beständigen Messgenauigkeit von circa einem zehntausendstel Grad – das entspricht dem scheinbaren Durchmesser einer 1-Cent-Münze in zehn Kilometern Entfernung – konnten sie die Lage von Asteroiden in einer Messreihe mehr als doppelt so präzise wie gefordert bestimmen.

Das Ergebnis: Die Messungen und die Zuteilung des Sternwartencodes werden in der nächsten Ausgabe des wissenschaftlichen Fachmagazins „Minor Planet Circular“ publiziert. Damit ist Annika Haußmann auch Co-Autorin der Veröffentlichung. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und darüber, dass wir begeisterte Schüler auch in der Astrophysik fördern können“, sagt David Mülheims.

Aktuell beschäftigt sich das Sternwarten-Team mit Messungen zu Positionen und Helligkeiten des am Nachthimmel zerfallenden Kometen „Atlas“. Mit zwei leistungsstarken Teleskopen und der All-Sky-Kuppel mit einem Durchmesser von 6,5 Metern bietet die Beobachtungsplattform der experimenta einen umfassenden Blick ins Universum.

Weltweit gibt es derzeit rund 2200 qualifizierte Observatorien auf der Welt und im Weltraum, darunter Sternwarten zahlreicher Universitäten, das Hubble-Weltraumteleskop oder auch die Großteleskope der ESO, der Europäischen Südsternwarte, in Chile.

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