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Licht aus, bitte! Experimenta unterstützt Forschung zu Lichtverschmutzung

Jungforscher Moritz Wolf und Antonio Schmusch

Beleuchtete Gebäude, Straßenlaternen, Autoscheinwerfer – oft ist es gar nicht richtig finster in der Nacht. Das kann für Mensch und Umwelt schädlich sein. Die beiden Jungforscher Moritz Wolf und Antonio Schmusch widmen sich deshalb dem Thema und werden dabei von der experimenta unterstützt.

„In Deutschland gibt es keinen Ort mehr, wo wir wirklich einen 100 Prozent dunklen Himmel haben“, sagt Wolf. Der 19-Jährige arbeitet bereits seit Jahren zusammen mit dem 20 Jahre alten Schmusch zum Thema Lichtverschmutzung – zusammen traten sie auch schon mehrmals erfolgreich beim Wettbewerb Jugend forscht an.

Seit kurzem forschen Schmusch und Wolf mit einer selbst gebauten sogenannten All-Sky-Kamera auf dem Dach der experimenta. Das Gerät dokumentiert den Himmel über Heilbronn rund um die Uhr. Der erste Schritt sei es, den grundsätzlichen Einfluss von Kunstlicht zu bestimmen, sagt Wolf. Darauf aufbauend könnten dann gezielt Verbesserungen vorgeschlagen werden. Das Problem der Lichtverschmutzung liege vor allem darin, dass diese sehr weit reichen könne. Dadurch sei der Himmel im großen Umkreis diffus aufgehellt. Erste Aufnahmen mit der All-Sky-Kamera auf dem Dach der experimenta zeigen außerdem: Einige Lichtquellen leuchten kilometerweit in die Atmosphäre hinein. „Der Himmel über Heilbronn ist im Vergleich zum natürlichen Himmel in einer klaren Nacht mindestens 20-mal heller.“ Deswegen sei die Milchstraße von der Stadt aus gar nicht zu sehen.

Lichtverschmutzung hat aber noch andere Folgen: Künstliches Licht könne dämmerungs- und nachtaktive Tiere blenden und ihre Orientierung stören, heißt es in einer vom Bundesamt für Naturschutz veröffentlichten aktuellen Studie. Es sei möglich, dass der Rhythmus von Bäumen so durcheinandergerate, das Laub im Herbst zu spät abgeworfen werde und sich Knospen im Frühjahr zu früh bildeten. Auch auf die Gesundheit von Menschen könne sich die Lichtverschmutzung negativ auswirken.

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