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Junge Talente beweisen ihre Vielseitigkeit bei Jugend forscht

Junge Talente beweisen ihre Vielseitigkeit bei Jugend forscht

Von der Suche nach der perfekten Geige bis zum einzigartigen Mikroprozessor: Hunderte Nachwuchsforscherinnen und -forscher in Baden-Württemberg treten Ende Februar den Regionalwettbewerben von Jugend forscht (Jufo) statt. Einer der Teilnehmer ist der gerade mal 13 Jahre alte Paul Godi, der in der Region Heilbronn-Franken an den Start geht.

„Ich untersuche, welcher Klang jede Geige ausmacht. Außerdem betrachte ich, ob man die unterschiedlichen Klänge darstellen kann und ich vergleiche Lautstärke und Tonstabilität. Ich versuche herauszufinden, was die optimale Geige ist“, erklärt der Schüler und Geigenspieler. Das Projekt hatte er bereits beim Jufo-Wettbewerb ein Jahr zuvor eingereicht, es seitdem aber weiterentwickelt.

In der ersten Phase untersuchte er die Auswirkungen verschiedener Holzarten auf die Klangqualität von Geigen. Dafür baute unter anderem selbst zwei Geigen mithilfe eines Lasercutters im Maker Space der experimenta in Heilbronn. „Ich habe herausgefunden, dass Birke viel besser klingt als Pappel. Irgendwie habe ich damit gerecht, als ich die Pappelgeige das erste Mal gehört habe. Aber dass der Unterschied so groß ist, war mir dann doch nicht bewusst.“ Aktuell erforscht der 13-Jährige, wie die Position der F-Löcher den Klang von Geigen beeinflusst. Danach will er die Handgriffe bei seinem Projekt noch automatisieren.

Übrigens: Für die Suche nach der besten Geige gab es unter anderem Unterstützung vom Schülerforschungszentrum Nord-Württemberg – ebenso wie für das Projekt von Leon Hellmich, Leandro Ebner (beide 17 Jahre) und Kevin da Silva Fernandes (18 Jahre). Das Team tritt in der Kategorie Technik mit einem selbstgebauten Mikroprozessor an. Das nötige Wissen hierfür haben sie aus der Schule, in der es aber bei einem simulierten Prozessor blieb. Für Jugend forscht setzte das Team seine Simulation in die Wirklichkeit um und baute einen Prozessor zusammen mit zahlreichen LED-Lämpchen auf eine große Platine. „Wir haben im Grunde nur unsere Erkenntnisse aus dem Unterricht angewandt“, kommentiert Kevin das Projekt.

Das Ergebnis ist einzigartig. Denn es gebe zwar Grundmuster und Standards beim Entwerfen von Prozessoren, erklärt Leon, aber der konkrete Aufbau, die sogenannte Architektur könne beliebig variiert werden. „Man kann sich einfach eine neue ausdenken und bauen. So haben wir das auch gemacht. Eine Architektur wie die unsere haben wir so noch nirgendwo gefunden. Einen Prozessor zu bauen, ist wie das Bauen mit Legosteinen, da gibt es quasi unendliche viele Möglichkeiten.“

Das Team kann mithilfe ihres Prozessors Berechnungen anstellen. Das Ergebnis wird dann über die LEDs angezeigt; das kann zum Beispiel ein leuchtender Smiley sein. Aktuell arbeiten Leon, Kevin und Leandro daran, dass ihr Prozessor auch Ergebnisse von Berechnungen speichern kann – wie ein kommerzieller Computer auch. Stolz auf ihr Werk sind sie bereits jetzt: „Wir haben am Ende schon viel mehr geschafft, als wir uns am Anfang ausgemalt haben“, sagt Leandro.

Wer auf regionaler Ebene die Jufo-Jury überzeugen kann, kommt eine Runde weiter. Wegen der Corona-Pandemie findet der Landeswettbewerb in diesem Jahr vom 22. bis zum 24. März rein digital statt. Ende Mai treten dann die Landessieger beim Bundesfinale in der experimenta an.

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