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Wissenswertes: Herkuleshaufen

Habt ihr im späten Frühjahr oder im Sommer schon einmal das Sternbild des Herkules an unserem Sternenhimmel beobachtet? Nein? Dann zeigen wir euch heute, wo ihr es findet.
  • Herkuleshaufen 1
  • Herkuleshaufen 2
  • Herkuleshaufen 3

Das Sternbild Herkules findet ihr weit oben im Südosten. Mitten in diesem Sternbild könnt ihr in einer dunklen Nacht bereits mit bloßem Auge ein kleines nebliges Objekt erkennen, das in der Astronomie unter dem Namen „Herkuleshaufen“ bekannt ist. In den Sternenkarten wird er aber meist als M13, dies steht für Messier 13, bezeichnet. Der Name ergibt sich nach der Ordnungszahl des 1771 erstmals veröffentlichten Messier-Katalog. Charles Messier verzeichnete darin ortsfeste astronomische Objekte wie Nebel und Haufen. Messier konnte damals mit seinem Spiegelteleskop einen runden und glänzenden Nebel beobachten, in dem er Einzelsterne vermutete.

Mit einem modernen Fernglas oder Teleskop erkennt man nun, dass sich hier unglaublich viele Sterne eng gedrängt und kugelförmig zusammengepackt befinden. Es ist ein sogenannter Kugelsternhaufen. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass sich dort rund 300.000 Sterne befinden. Der Herkuleshaufen befindet sich am äußeren Rand der Milchstraße in rund 25.000 Lichtjahren Entfernung. Um das erste Bild zu erstellen, haben die Teleskope und Kameras unserer Sternwarte insgesamt 6,5 Stunden lang Licht gesammelt und verarbeitet. Die Sterne zeigen darauf auch ihre unterschiedlichen Farben: Junge Sterne sind tendenziell eher heiß und erscheinen bläulich, während ältere Sterne gelblich oder gar rötlich strahlen.

Übrigens: Im Jahr 1974 hat man mit dem Arecibo-Radioteleskop eine Radiobotschaft zu diesem Sternhaufen gesendet. Sollten irgendwelche Lebensformen dort die Nachricht empfangen, bekommen wir aufgrund der Entfernung von 25.000 Lichtjahren allerdings frühestens in 50.000 Jahren eine Antwort. #experimentaScience

Hinweis: Stark vereinfachte Darstellung zur anschaulichen Erklärung des Sachverhalts. Bildquellen: Bild 1 - experimenta gGmbH, Bild 2 - Geof via calSKY (Creative Commons), Bild 3 - Thorsten Bronger (Creative Commons).⠀


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