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Science Sunday: Kitzeln

Warum sind wir kitzelig?

Unser Lachen beim Kitzeln ist zweideutig. Der Gesichtsausdruck von gekitzelten Personen ähnelt sehr dem Gesichtsausdruck von Menschen mit Schmerzen. Denn tatsächlich werden beide Empfindungen, das Kitzeln und der Schmerz, über dieselben Nervenfasern vermittelt.

Mediziner sehen das Kitzeln als eine Sonderform des Schmerzes an. Im Mittelalter wurde das gezielte Kitzeln von Personen sogar als Foltermethode eingesetzt. Interessant ist, dass wir genau an den Stellen am kitzeligsten sind, wo wir auch am verletzbarsten sind. Zum Beispiel unter den Armen oder am Bauch, denn dort liegen unsere empfindlichsten Organe.

Auf das gekitzelt werden reagieren wir deshalb immer automatisch mit einer Abwehr. Wir schlagen zum Beispiel um uns oder schreien, wir hampeln und versuchen uns herauszuwinden. Mit Spaß hat es zu diesem Zeitpunkt noch wenig zu tun. Erst im zweiten Schritt folgt das Lachen und zwar in dem Moment, wenn wir nach der ersten Schrecksekunde feststellen, dass es sich nicht um einen echten Angriff handelt. Die Situation erhält eine neue Wendung. Deshalb können wir uns auch nicht selbst kitzeln. Forscher zufolge berechnet unser Gehirn die Berührung unserer eigenen Finger schon zu Beginn der Bewegung voraus und der Überraschungseffekt bleibt aus.

Hinweis: Bei diesem Modell handelt es sich um eine der Evolutionspsychologie bisher noch unbewiesene Vermutung.


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