Sekundarstufe I

Klimawandel aus dem All

Topic: IMP, Geographie // Class: 8-10
Satellitenbilder erlauben es, Veränderungen der Erdoberfläche zu untersuchen. In diesem Kurs nutzen wir solche Fernerkundungsdaten, um in einem Geoinformationssystem (GIS) die globale Erwärmung im arktischen Kanada zu untersuchen.

Erdbeobachtungssatelliten umkreisen die Erde inzwischen seit mehreren Jahrzehnten. Ihre Daten erlauben es also, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. So können wir, durch den Vergleich von Aufnahmen von verschiedenen Zeitpunkten, Veränderungen durch den menschengemachten Klimawandel, etwa Gletscherrückgänge, analysieren.

Dazu lernen die Schüler und Schülerinnen im ersten Teil des Kurses, Satellitenbilder als Echtfarb- und Falschfarbbild zu visualisieren, zu interpretieren und als Basis eigener Kartierungen zu verwenden. Die erlernten Techniken nutzen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen anschließend zur Vermessung verlorener Gletscherflächen im Untersuchungsgebiet. Inaktive Endmoränen in den Satellitenbildern geben Hinweise auf ehemalige Gletscherstände. Sie dienen als Zeugen eines Klimas der Vergangenheit und helfen so die aktuellen Rückgänge im Kontext natürlicher Klimaschwankungen und der menschengemachten globalen Erwärmung einzuordnen.

Wir nutzen in diesem Kurs die frei verfügbare Software QGIS, so dass interessierte Schüler und Schülerinnen bei Interesse an der Thematik zu Hause oder in der Schule eigene Projekte umsetzen können.

Bezug zu Bildungsplaninhalten

Geographie:

  • Analyse eines Untersuchungsgebietes mithilfe von Informationen aus der Fernerkundung mittels eines geographischen Informationssystems (GIS).
  • Analyse von Auswirkungen des Klimawandels in den Polarräumen sowie seine globalen Auswirkungen (Gletscherschwund, Meeresspiegelanstieg).
  • Gegenüberstellung des menschengemachten Treibhauseffektes mit Klimaschwankungen der Vergangenheit

NWT:

  • Gewinnung und Auswertung raumbezogener Daten
  • Arbeit mit durch technische Sensoren gewonnenen Daten

IMP:

  • Nutzung von Informationen aus verschiedenen Teilen des solaren Spektrums (sichtbares Licht, Infrarotstrahlung)

Gewünschte Vorkenntnisse

  • Hilfreich aber nicht erforderlich sind Vorkenntnisse zum Thema „additive Farbmischung“
  • Duration
    3,5 Stunden
  • Location
    e2, Konrad-Zuse-Labor
  • Start
    Montag bis Freitag, 9:15 Uhr und 14:00 Uhr
  • Attendance
    max. 32 Teilnehmer
  • Costs
    5,00 Euro Materialkosten pro Teilnehmer. Mindestbetrag 60,00 Euro – auch bei geringerer Teilnehmerzahl. Zwei Begleitpersonen haben freien Eintritt.