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Gemeinsam zu den Sternen

Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags zwischen der experimenta gGmbH Heilbronn und der Stiftung Planetarium Berlin am 14. Februar 2018.

Heilbronn. Die Stiftung Planetarium Berlin (SPB) zählt mit ihren vier Einrichtungen – der Archenhold-Sternwarte in Treptow, dem Planetarium am Insulaner, derWilhelm-Foerster-Sternwarte in Schöneberg und dem Zeiss- Großplanetarium in Prenzlauer Berg – zu einer der international renommiertesten Institutionen im Bereich Astronomie. Zwischen der experimenta gGmbH, die im ersten Quartal 2019 als größtes Science Center in Deutschland mit einem spektakulären Science Dome und einer Sternwarte neu eröffnen wird, und der Stiftung Planetarium Berlin wird heute ein Kooperationsvertrag geschlossen, der bundesweit eine einzigartige Form der Zusammenarbeit begründet.

Die Archenhold-Sternwarte und die Wilhelm-Foerster-Sternwarte besitzen jeweils eine lange Tradition als die größten Volkssternwarten Deutschlands, während das Planetarium am Insulaner und das Zeiss-Großplanetarium modernste Wissenschaftstheater sind. Das Planetarium Berlin bietet bereits heute herausragende astronomische und wissenschaftliche Programme und aufwändige Multimedia-Shows an, darüber hinaus vielfältige Kulturveranstaltungen von Lesungen für Kinder über Musikveranstaltungen bis hin zu Hörspielabenden. In den Sternwarten können Interessierte Astronomie als faszinierende Wissenschaft erleben und lernen, sich selbst am Himmel zu orientieren.

In der neuen experimenta wird der weltweit einzigartige Science Dome mit einem um 180° drehbarem Auditorium, zwei Veranstaltungsmodi (Bühnenmodus / Kuppelmodus) sowie einem 700 qm großen 360°-Kuppelscreen begeistern. Zudem wird auch die experimenta über eine hochwertig ausgestattete Sternwarte verfügen.

Die Stiftung Planetarium Berlin und die experimenta gGmbH sehen sich einem besonderen Bildungsauftrag mit einer didaktisch angemessenen sowie innovativen Vermittlung von naturwissenschaftlichem Wissen verpflichtet. Auf dieser Basis legen die beiden Institutionen heute in einem Kooperationsvertrag folgende strategischen Handlungsfelder fest:

  1. Gegenseitiger Wissenstransfer in den Bereichen Technik, Didaktik und Produktion
    Hier gilt es insbesondere, neue innovative Formen der Präsentation und Vermittlung zu entwickeln und einen intensiven Austausch auf allen Ebenen zu pflegen. Dazu finden im Jahr 2018 erste Arbeitstreffen bei internationalen Fachtagungen der Planetarien statt.

  2. Zusammenarbeit bei der Aufbereitung von Inhalten
    Bei der Erstellung wissenschaftlicher Darstellungen und Präsentationen sollen Synergien genutzt werden- zum Beispiel ist die gemeinsame Produktion von Visualisierungen zu Medienereignissen wie Mond- oder Sonnenfinsternissen vorgesehen.

  3. Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen
    Neben dem täglichen Spielbetrieb sind populärwissenschaftliche Vorträge zu aktuellen Themen ein Schwerpunkt beider Partner. Die Stärke der beiden Häuser liegt dabei in einer herausragenden Medientechnik und der Möglichkeit von 360° Projektionen. Hierzu sollen die beiden Kuppeln in Berlin und Heilbronn in Echtzeit miteinander vernetzt werden (Domecast). Dadurch ergeben sich neue spannende Möglichkeiten: so können z.B. zwei Redner nach Heilbronn und Berlin eingeladen werden, die ein Thema aus einem jeweils anderen Blickwinkel betrachten. Durch die Übertragung der Vorträge ins jeweils andere Haus haben beide Besuchergruppen die Möglichkeit, an die Redner Fragen zu stellen und zu diskutieren - unterstützt durch live gesteuerte 360°-Visualisierungen.

  4. Erfahrungsaustausch im öffentlichen Betrieb der Sternwarten
    Im Bereich der Sternwarten und öffentlichen Beobachtungen ist gemeinsam geplant, vorhandene Konzepte kontinuierlich weiterzuentwickeln und durch diesen engen Austausch die Qualität der Angebote stetig zu verbessern.

    Der Geschäftsführer der experimenta gGmbH Dr. Wolfgang Hansch freut sich über diese neue Allianz: „Die Kooperation der beiden Einrichtungen an den Schnittstellen zwischen Technik und Didaktik besitzt einen innovativen und zukunftsweisenden Charakter. Ich bin überzeugt, dass die Besucherinnen und Besucher in Berlin und Heilbronn davon in einer Art und Weise profitieren, die in Deutschland Alleinstellungscharakter besitzt.“

    Auch Tim Florian Horn, der Vorstand der Stiftung Planetarium Berlin und Direktor des Zeiss- Großplanetariums, ist sich sicher, dass die Kooperation „neue Impulse in die Gemeinschaft der Planetarien und Science Center senden wird. Interaktive Vermittlungsformen erlauben es den Planetarien, weltweit von Stern- zu Wissenschaftstheatern, zu einem Science Dome zu werden – und das nicht nur in Heilbronn.“

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