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Aus Sally wird MS experimenta

Laborschiff des Heilbronner Science Centers wird getauft

Heilbronn. Kurz vor Weihnachten ist das 105 Meter lange und mit einem markanten roten Ring um den Rumpf weithin sichtbare Laborschiff des Heilbronner Science Centers an der Badstraße vor Anker gegangen. Der traditionelle Stapellauf erfolgte auf der Werft in den Niederlanden. Nun wurde das ehemalige Motortankschiff „Sally“ am Mittwoch im neuen Heimathafen auf den Namen „MS experimenta“ getauft.

Als Taufpatin ließ Silke Lohmiller, die Geschäftsführerin der Dieter Schwarz Stiftung gGmbH, in der traditionellen Zeremonie eine Sektflasche am Schiffskörper zerschellen und wünschte der MS experimenta „allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“. Unterstützt wurde Lohmiller dabei von Schülerinnen und Schülern der Klasse 4a der Dr. Weiß Grundschule aus Eberbach sowie von Ralph Caspers, dem aus dem Fernsehen bekannten Moderator der „Sendung mit der Maus“. Die Eberbacher Klasse hatte den von der experimenta eigens ausgerufenen Malwettbewerb „Malt uns die Zukunft“ gewonnen, an dem sich Schulklassen aus ganz Baden-Württemberg beteiligten. Das Gewinnerbild mit dem Titel „Leben unter Wasser“ überzeugte die Jury sowohl künstlerisch als auch inhaltlich. Nach der Taufe begaben sich die Schülerinnen und Schüler unter Deck auf Entdeckertour durch die schwimmende Laborwelt. Auf über 500 Quadratmetern stehen speziell ausgestattete Laborräume sowie ein großer, offener Workshop-Bereich zur Verfügung. „Dort können wir vielen Kindergartengruppen und Schulklassen bis zur Neueröffnung der experimenta im Frühjahr 2019 ein spannendes und interessantes Programm anbieten“, erklärte der Geschäftsführer der experimenta Dr. Wolfgang Hansch, der gemeinsam mit Oberbürgermeister Harry Mergel die Gäste begrüßte.

Auf Entdeckertour mit dem TV-Moderator
Nachdem sie sich Autogramme von Ralph Caspers geholt hatten, erkundeten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit dem TV-Moderator die vielfältigen Angebote auf den Aktionsflächen. Voller Begeisterung steuerten sie mit Hilfe von Luft bunte Tücher durch ein Labyrinth und nahmen technische Erfindungen und Naturgegenstände genauer unter die Lupe. Im anschließenden Laborprogramm lernten die Kinder eine Spektralbrille kennen, erfuhren, wie man Wasser stapelt und betätigten sich als Chemiedetektive. Zum Abschluss des ereignisreichen Tages ließen sie von der Schiffshupe begleitet noch Ballons vom Sonnendeck des Schiffes aus steigen und traten dann mit vielen Erinnerungen im Gepäck den Rückweg an.

Schwimmender Botschafter
Ab Frühjahr 2019 liegt das Schiff im Gelände der Bundesgartenschau auf dem Neckar und bietet von April bis Oktober den Besucherinnen und Besuchern dort ein auf die Themen der BUGA abgestimmtes Mitmachangebot. „Ab 2020 geht die MS experimenta dann auf große Fahrt. Sie wird bundesweit in großen Städten vor Anker gehen und dort als schwimmender Botschafter Laborkurse anbieten sowie das vielfältige Angebot der neuen experimenta in Heilbronn bewerben“, blickt die Taufpatin Silke Lohmiller in die Zukunft der MS experimenta.

Weitere Informationen
Die Laborkurse auf der MS experimenta können ausschließlich von Kindergartengruppen oder Schulklassen gebucht werden. Nachmittags wird im Atelier die Forschertour angeboten, ein spezielles Experimentierangebot für Ganztagesschulen. Die Workshop- Fläche kann an Sonn- und Feiertagen sowie während der Ferien auch ohne Voranmeldung besucht werden. In dieser Zeit gibt es in den Laboren ein offenes Experimentierangebot und in der Ferienzeit zusätzliche Ferienworkshops. Von Freitag bis Sonntag können zudem Kindergeburtstage auf der MS experimenta gebucht werden. Spezielle Aktionstage und Veranstaltungen runden das Angebot auf dem Schiff ab. Der Zugang zum Schiff erfolgt über drei Zugänge; der mittlere ist behindertengerecht ausgelegt und verfügt über einen Rollstuhl-Treppenlift. Parkmöglichkeiten bestehen im nahegelegenen City/experimenta Parkhaus oder im Parkhaus Galerie Kaufhof. Die Kernzielgruppe aller Angebote auf dem Schiff sind Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Da die Besucherzahl aus Sicherheitsgründen auf 130 Personen begrenzt ist, kann es auch zu Wartezeiten kommen.“

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