Im Jahr 2025 hat die experimenta mit 465.868 Gästen einen neuen Besucherrekord aufgestellt. Großen Zuwachs verzeichnet der Science Dome, in dem 2026 mit „Meine Freundin Roxy“ und „Der Stern von Bethlehem“ zwei Eigenproduktionen ihre Premiere feiern. Und mit der Sonderausstellung „Giganten: Riesen der Vergangenheit“ beginnt im Oktober eine Zeitreise zu längst ausgestorbenen Tieren. Bereits am 14. März findet der Pi-Aktionstag statt und am 28. März öffnet das neugestaltete Forum mit einem kostenfreien Angebot für Jung und Alt.
Die experimenta bleibt auf Erfolgskurs: Mit 465.868 Besucherinnen und Besuchern im Jahr 2025 konnte Deutschlands größtes Science Center die Rekordzahlen vom Jahr zuvor nochmals um 7,5 Prozent steigern. Neben den Ausstellungen sind an dem Wachstum der Science Dome, die Labore und das Schiff MS experimenta beteiligt: Den Science Dome, eine einzigartige Kombination aus Kino, Planetarium und Showbühne, besuchten 146.323 Gäste (+ 10,9 Prozent). Großen Anteil daran hat das 2025 etablierte Abendprogramm „Dome Vision“, das sich an Musik- und Kulturfans richtet. Auch die schwimmende Außenstelle MS experimenta konnte mit 23.216 Buchungen ihr Vorjahresergebnis nochmals um 3,9 Prozent toppen. Ein wichtiger Pfeiler des Bildungsauftrags der experimenta sind die Angebote in den Laboren und der Experimentierküche: 44.064 Kita-Kinder sowie Schülerinnen und Schüler besuchten einen der über 70 auf die Lehrpläne in Baden-Württemberg abgestimmten Laborkurse. „Die experimenta hat sich fest als Freizeit- und Lerneinrichtung etabliert. Noch mehr als über unseren neuen Besucherrekord im Jahr 2025 freuen wir uns über 13.500 experimenta-Fans, die mit ihrer Jahreskarte immer wieder zu uns kommen“, sagt Nico Wiest, der seit Juni 2025 zusammen mit Dr. Franziska Lang die Geschäftsführung der experimenta inne hat.
Engagement für alle
Qualitatives Wachstum ist dem Führungsduo besonders wichtig: „Wir möchten für alle Menschen offen sein und gemeinschaftliche Erlebnisse fördern. Immer wieder auch für uns sehr bereichernd sind daher Formate wie die „Entdeckertage“ oder die „Stille Stunde“, die wir für Menschen mit Beeinträchtigung durchführen“, sagt Geschäftsführerin Dr. Franziska Lang. Neu ist ein Tastmodell mit Brailleschrift im Eingangsbereich der experimenta. Außerdem erleichtern zahlreiche taktile Elemente sehbeeinträchtigten Personen die Orientierung im Haus und Audiodateien erklären wissenschaftliche Phänomene.
Inklusion beschränkt sich nicht nur auf den Besuch der experimenta, das Science Center möchte auch arbeitenden Menschen Perspektiven geben. So hat die Heilbronner Lebenswerkstatt für Menschen mit Behinderung letztes Jahr 46.800 Lochplatten aus Holz für das Studio im 4. OG der Ausstellung produziert. Regelmäßig integriert die experimenta Menschen mit Handicap, beispielsweise im Rollstuhl oder mit Down-Syndrom, in ihre Arbeitsteams und lernt von ihnen getreu dem Motto: „Erleben schafft Wissen“.
Beliebtes Ziel für Klassenfahrten
Mit ihrem Angebot ist die experimenta ein beliebtes Ziel für Klassen aus ganz Deutschland. So hat das Science Center im vergangenen Jahr rund 50 Gruppen auf Klassenfahrt begrüßt, darunter Schulklassen aus Bayern, Rheinland-Pfalz und Thüringen. Viele Reservierungen erfolgen über die Heilbronner Jugendherberge, bei der die Schulen direkt ein Paket für die experimenta buchen können. Dort finden sie außerdem noch einen kleinen Vorgeschmack auf die Mitmachausstellung: Im Frühling 2025 sind zwei experimenta-Exponate in die Jugendherberge eingezogen. Seit Oktober ergänzt außerdem ein Tischkicker im XXL-Format das Foyer.
Besondere Momente durften Schulklassen aus den Regionen Heilbronn und Ludwigsburg erleben: Ihnen ermöglichte die experimenta letztes Jahr die Teilnahme an den Ernährungswochen der „Stiphtung Christoph Sonntag“. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler den wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln und bereiteten in der Experimentierküche gemeinsam ihr Mittagessen mit regionalen Lebensmitteln aus ökologischem Anbau zu.
Fördern und Fordern
Immer wieder ist das Science Center Veranstaltungsort von Wettbewerben und Fachtagen wie der First Lego League, der Chemie Olympiade oder dem Tag der Naturwissenschaften. Zahlreiche junge, kreative Köpfe aus dem Jugendforschungszentrum (JFZ) der experimenta beteiligen sich auch dieses Jahr an Forscherwettbewerben: 32 Projekte sind bei Jugend forscht eingereicht und fünf Projekte beim regionalen Wettbewerb „Kreative Köpfe“.
Die Labore der experimenta sind somit auch ein wichtiger Ort der Freizeitgestaltung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Egal, ob bei Programmen wie dem experiClub Kids (1.-4. Klasse), der Girls‘ Day Academy (8.-9. Klasse) oder bei der Einzelbetreuung im Jugendforschungszentrum: In der experimenta reifen Talente und manchmal entstehen aus kleinen Ideen große Projekte.
Selbst machen heißt die Devise auch im Maker Space: Die offene Werkstatt mit den vielen Möglichkeiten und der starken Community verzeichnete im vergangenen Jahr 1.133 Mitgliedschaften. Auch 2026 sorgt das Maker Space-Team wieder für etliche Glücksmomente: Viele hiervon gab es bereits am 7. Februar bei der Do-it-yourself-Messe Maker Faire. Mehr als 1.000 Interessierte aus ganz Deutschland kamen in die experimenta, um sich auszutauschen und inspirieren zu lassen.
Programm 2026: vom Pi-Aktionstag bis zur Zeitreise zu riesigen Tieren
Auch im Jahr 2026 schreibt die experimenta ihre Erfolgsgeschichte fort. Bereits in den Winter- und Faschingsferien sorgten zahlreiche Besucherinnen und Besucher für ein ausverkauftes Haus. Am 14. März feiert das Science Center den internationalen Pi-Tag. Die Gäste erwarten dann jede Menge Extras rund um die Kreiszahl. Sie können ihre Geschicklichkeit auf dem Active-Floor ausprobieren, einen eigenen Ansteckbutton gestalten oder bei einem Workshop zum Goldenen Schnitt teilnehmen. Außerdem gibt es noch eine süße Überraschung.
Noch bis 6. September zeigt die Sonderausstellung „KI, was geht?“ die vielen Gesichter der Schlüsseltechnologie. Darin erlernen Gäste ab zehn Jahren spielerisch grundlegende KI-Kenntnisse anhand von Anwendungsbeispielen, technologischen Hintergründen und ethischen Fragestellungen. Die Ausstellung bietet vielfältige und nachvollziehbare Erklärungen, wie KI funktioniert. Und sie präsentiert eindrucksvolle Beispiele, die zeigen, wo und wie KI bereits angewendet wird. Die Ausstellung wurde gemeinsam von den Science Centern Universum in Bremen, dem AHHAA in Tartu, dem Musée de l’Air et de l’Espace in Le Bourget bei Paris und der experimenta entwickelt.
Ab 15. Oktober folgt dann „Giganten: Riesen der Vergangenheit“. Die Ausstellung widmet sich riesigen Tiere, die nach den Dinosauriern auf der Erde lebten. Sechs lebensgroße 3D-Modelle und fünf nahezu vollständige Skelette zeigen unter anderem Otodus megalodon, einen urzeitlichen Riesenhai, und Gigantopithecus blacki, einen gigantischen Menschenaffen. Die Besucherinnen und Besucher nehmen die Rolle von Paläontologen ein und tauchen dank Projektionen in den Modellen in eine längst vergessene Zeit ein. „Giganten: Riesen der Vergangenheit“ ist eine Ausstellung für die ganze Familie und wurde vom Royal Belgian Institute of Natural Sciences entwickelt.
Leinen los heißt es am 10 Juni. Dann startet die neue Tour der MS experimenta in Speyer. Die schwimmende Wissenswelt steuert insgesamt 20 Stationen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen an. Dabei ankert sie vom 26. bis 30. Juni beim Wissenschaftsfestival in Stuttgart sowie am 25. und 26. Juli beim KI-Festival in Heilbronn. Weitere Gastspiele hat das Schiff unter anderem in Ludwigshafen, Karlsruhe, Bonn, Köln und Mainz. An Bord erwartet die Besucherinnen und Besucher das Angebot der experimenta im Kleinen: vielfältige Mitmachstationen, Workshop- und Bastelangebote sowie Filme unter der 360 Grad-Kuppel des Mini Dome.
Science Dome: Spektakuläre Shows und bewegende Filme
Seit 21. Dezember 2025 läuft im Science Dome „SpektakulAIR“. In der Experimentalshow dreht sich alles um Luft und Bewegung. Vom schwebenden Wasserglas über Wirbelringe bis zur Fahrt mit einem Hovercraft bietet die Show Physik zum Staunen. Das Edutainer-Team der experimenta lässt Dinge fliegen und rotieren – alles mithilfe von Luftdruck, Zentripetalkraft und dem Rückstoßprinzip. Ein Besuch der Show eignet sich ab einem Alter von 6 Jahren.
Neuer Ort und noch mehr Vielfalt: Besucherinnen und Besucher der Robert Mayer Lecture können sich in diesem Jahr auf viele Neuerungen freuen. So findet die beliebte Vortragsreihe ab sofort im Science Dome der experimenta statt. Expertinnen und Experten diskutieren nun einmal im Monat – mit Ausnahme der Sommerferien – spannende Fragen aus Gesellschaft und Wissenschaft. Zusätzlich zu den jeweiligen Themen der Sonderausstellung kann das Publikum in die Welt der Astronomie und der Life Sciences eintauchen. Die nächste Robert Mayer Lecture findet am 24. März statt: Dann spricht der Medienphilosoph Dr. Roberto Simanowski über Identitätsprobleme und Souveränitätsverlust bei KI-Nutzung. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19:30 Uhr und dauern inklusive Fragerunde rund 90 Minuten.
Am 19. März feiert „Meine Freundin Roxy“ Premiere. Der vom experimenta-Team produzierte 360 Grad-Animationsfilm für Kinder ab 6 Jahren basiert auf dem gleichnamigen Buch der Autorin Kenza Ait Si Abbou und ist in Zusammenarbeit mit ihr entstanden. Zur Handlung: Die kleine Lizzi findet auf ihrem Schulweg einen Roboter und schon beginnt ein Abenteuer voller Freundschaft, Neugier und Technik. Lizzi zeigt ihrer neuen Freundin die Welt und lernt dabei jede Menge über Künstliche Intelligenz und Computer.
Der Film „Messengers of Time and Space“ zeigt ab 23. Mai die faszinierende Welt der Astronomie. Das Publikum reist darin zu Observatorien nach Chile und Hawaii und erfährt, wie hochmoderne Teleskope den Nachthimmel einfangen und atemberaubende Bilder liefern. Voller Hits und Emotionen startet am 18. Juni die Science Dome-Show „Dimensional Voyager“. Untermalt von 3D-Sound, Laserstrahlen und 360 Grad-Animationen erleben Musikbegeisterte mit der US-amerikanischen Band Imagine Dragons ein Klangspektakel, das lange nachhallt. Speziell an Familien richten sich die Filme, die im zweiten Halbjahr neu starten: Der Naturfilm „Close Encounters“ (ab 30. Juli) zeigt faszinierende Bilder aus der Wildnis Afrikas mit ihrer einzigartigen Tierwelt. Die Welt der Dinosaurier rückt im Kinderfilm „Dinosaurs“ in den Mittelpunkt. Der animierte Film läuft ab 17. Oktober im Science Dome. Und mit der selbst produzierten Planetariums-Show „Der Stern von Bethlehem“ schließt die experimenta am 29.November den bunten Reigen an Neuheiten.
Im Juni wird der Science Dome dann wieder zur Theaterbühne. Dann startet mit „Wo die Götter kauern wie Hunde“ das Gewinnerstück des Dramenwettbewerbs 2025 im Programm. Leon Englers Drama ist eine rasante Geschichte über Menschen, die den Himmel erobern wollen – und dabei auf der Erde stolpern.
Sternwarte: Weltraumerkundung mit dem großen Teleskop
Auf dem Dach der experimenta können Besucherinnen und Besucher alle 14 Tage donnerstagabends in der Sternwarte mit modernen Teleskopen den Nachthimmel bestaunen. Jede Veranstaltung der SkyNight steht unter einem anderen Motto: Am 12. März heißt das Thema „Der Mond – unser Sprungbrett in den Weltraum?“; zwei Wochen später dreht sich bei „Jupiter – gibt es auf den Monden des Königs der Planeten Leben?“ alles um den größten Planeten des Sonnensystems. Und am 28. März beteiligt sich die Sternwarte der experimenta am bundesweiten Astronomietag 2026. Damit die faszinierende Welt der Astronomie auch an Schulen zum Live-Erlebnis wird, konzipiert das experimenta-Team ein Sternwartenmodul für Schulklassen, das im Herbst starten soll.
Ein neues Angebot zieht in das Forum, die Ausstellungsfläche im Erdgeschoss des Hagenbucher Speichers, ein. Dort erwartet ab 28. März pünktlich zum Start der Osterferien in Baden-Württemberg Spontanbesucherinnen und -besucher ein kostenfreies Angebot, das einen Einblick in die vielfältige Welt der experimenta gibt. Mitmachspaß wie in der Ausstellung gibt es an vier Exponaten, gute Unterhaltung wie im großen Science Dome bietet das Kurzfilmprogramm im Mini Dome und in der Bastelecke stehen beim Bau einer Murmelbahn oder von Fantasiegeschöpfen eigene Ideen und Kreativität im Mittelpunkt.
Jugend forscht: Maximale Perspektive für Nachwuchstalente
Auch dieses Jahr engagiert sich die experimenta wieder als Pateninstitution beim Landeswettbewerb Jugend forscht. Bei der 61. Wettbewerbsrunde, die unter dem Motto „Maximale Perspektive“ steht, sind in Baden-Württemberg Ende letzten Jahres 1.561 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in sieben Fachgebieten an den Start gegangen. Über die Regionalwettbewerbe qualifizieren sich rund 110 von ihnen für das Landesfinale, das vom 25. bis 27. März 2026 in Aalen stattfindet. Ausrichtungsort ist die Hochschule Aalen, die in diesem Jahr gemeinsam mit der experimenta und dem natec-Landesverband für naturwissenschaftlich-technische Jugendbildung Baden-Württemberg als Pateninstitution die Durchführung des Landeswettbewerbs ermöglicht. Für alle Interessierten gibt es am 27. März von 10:00 bis 13:30 Uhr in der Hochschule Aalen eine öffentliche Projektausstellung mit überraschenden Innovationen, spannenden Ideen und den Menschen hinter den Projekten des Landeswettbewerbs.
