Hoffnung ausstellen – Interaktive Ausstellungen als Räume für Empathie, Selbstwirksamkeit und Handeln
Überall auf der Welt erleben Menschen angesichts ökologischer und planetarer Krisen belastende emotionale Reaktionen: Klimaangst, ökologische Trauer, Gefühle der Ohnmacht und eine zunehmende Entfremdung von der Natur.
Gleichzeitig leisten Bildung und Wissenschaftskommunikation – in Museen, Science Centern, Schulen und anderen öffentlichen Lernorten – einen wichtigen Beitrag dazu, wissenschaftliche Erkenntnisse zu vermitteln, komplexe Zusammenhänge sichtbar zu machen und Forschung einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Doch so unverzichtbar diese Grundlagen sind: Wissen allein führt nur selten zu Handeln. Informationen schaffen nicht automatisch Selbstwirksamkeit, Resilienz oder ein Gefühl gemeinsamer Verantwortung. Wenn der Mensch zu einem prägenden Faktor für die Entwicklung unseres Planeten geworden ist, muss Wissenschaftsbildung auch die ethischen und gesellschaftlichen Dimensionen unseres Handelns in den Blick nehmen.
Die Inter.Aktion 2027 lädt Fachleute aus den Bereichen Kuration, Museumspädagogik, Ausstellungsgestaltung, Wissenschaftskommunikation, Lehre und Forschung dazu ein, diesen Perspektivwechsel gemeinsam zu erkunden. Wie können Museen über reine Wissensvermittlung hinaus Beteiligung, transformative Erfahrungen und gemeinsame Gestaltungskraft fördern? Wie können wir Hoffnung stärken und zum Handeln ermutigen? Mit Vorträgen, Diskussionen, Workshops und Praxisbeispielen schafft die Inter.Aktion 2027 Raum für Reflexion, Experimentieren und Austausch.